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Medicusdata: Diktieren, Zuhören, Suchen. Alles in einer Lösung.

31 March 2026 By SwissMed AI 4 Min. Lesezeit

Dies ist der zweite Artikel unserer Serie Startup in Spotlight — heute im Fokus: Medicusdata. SwissMedAI hat Steffen Schmidt, Geschäftsführer von Medicusdata, zum Gespräch getroff

Dies ist der zweite Artikel unserer Serie Startup in Spotlight — heute im Fokus: Medicusdata. SwissMedAI hat Steffen Schmidt, Geschäftsführer von Medicusdata, zum Gespräch getroffen.

⏱️ Lesezeit: ca. 3 Minuten


Wer ein KI-Dokumentationstool sucht, kennt das Problem: ein Diktiertool hier, ein Ambient Scribe dort, ein KI-Chat woanders — alles von verschiedenen Anbietern. Medicusdata kombiniert alle drei Funktionen in einer Lösung, wahlweise in der Cloud oder direkt in der Praxis betrieben.


✅ Was Medicusdata abdeckt

Drei Module, einzeln oder kombiniert nutzbar:

  • Dictate — Spracherkennung für Windows & Mac, diktiert direkt in jedes PIS, KIS sowie jede Desktop- oder Browserapplikation, ohne zusätzliche Integration durch den Softwarehersteller, da die Einbindung direkt über das Betriebssystem erfolgt

  • Listener — Ambient Listening: erfasst das Arzt-Patienten-Gespräch und bereitet es für die Dokumentation auf

  • Chat — nDSG-konformer KI-Chat für administrative Aufgaben wie die Korrektur und Strukturierung von Arztbriefen sowie das schnelle Auffinden relevanter Informationen in bestehenden Dokumenten

Laut Website zeichnet sich die Lösung durch hohe Erkennungsrate, schnelle Installation und Stabilität aus — auch in bestehenden Klinikinformationssystemen.


🇨🇭 Vier Landessprachen — und Schweizerdeutsch obendrauf

Laut Schmidt unterstützt Medicusdata Schweizerdeutsch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Englisch — auch als Spracheingabe. Schweizerdeutsch-Diktat wird dabei direkt in Standarddeutsch übersetzt. In der Praxis diktieren die meisten Ärzte weiterhin auf Standarddeutsch, die Option besteht aber.


🔐 Datenschutz: Eine Frage, die vor jedem KI-Tool-Entscheid gestellt werden sollte

Beim Thema Datenschutz empfiehlt Schmidt Ärztinnen und Ärzten, als erstes eine klare Frage zu stellen: „Was sind die Hosting-Optionen?” Medicusdata bietet zwei Varianten:

  • Cloud-Lösung — Daten werden auf Servern eines Schweizer Rechenzentrums verarbeitet, keine eigene IT-Infrastruktur nötig

  • On-Premise — Software läuft direkt auf den Computern in der Praxis, Patientendaten verlassen das Haus nie

Anbieter, die nur eine einzige Cloud-Option anbieten, warnt Schmidt, binden die Praxis dauerhaft an einen externen Partner — mit potenziellen Folgen für Preis und Datenschutz-Compliance.


🔧 Läuft Medicusdata in jeder Praxis?

Die Module lassen sich einzeln oder kombiniert einsetzen und sind laut Hersteller nDSG-konform.

Ab Februar 2026 wird die Lösung vollständig in Axenita integriert. Als Referenz: Das Felix-Platter-Spital (Basel) hat Medicusdata nach einer Pilotphase ab Februar 2025 klinikweit eingeführt — genutzt von Ärztinnen und Ärzten, Pflege, Therapie und Administration. Laut Hersteller setzt auch die Asana Gruppe die Lösung ein.

Video: Erfahrungsbericht von Dr. med. Gian-Marco Widmer, HNO Praxis Milchbuck, Zürich.


⚠️ Einordnung: Was KI heute kann — und was nicht

Schmidt ist direkt beim Thema Erwartungsmanagement: „Viele Hersteller verkaufen ihre Lösung als eine ‚eierlegende Wollmilchsau‘.” Wer glaube, dass Dokumentation nach der Einführung von selbst passiert, werde enttäuscht. „Wir sind auf dem Weg zu dieser Lösung, aber aktuell kann KI vor allem unterstützend wirken.”

Für den Test rät Schmidt, in zwei Stufen zu denken. Vor der Auswahl lohnt es sich, Kolleginnen und Kollegen mit konkreter Erfahrung zu fragen — das spare mehr Frust als jede Produktdemo. Beim Test selbst gilt: nicht fragen, ob es sich schnell anfühlt, sondern ob man tatsächlich schneller ist. „Manchmal ändert sich nur der Prozess — nicht die Zeit.” Welches Modul passt, zeigt sich erst im Praxistest — Schmidt: „Aus unserer Sicht ist wichtig, dass ein Tool alle Arbeitsweisen einer Praxis abdecken kann.”


🔎 Das Wichtigste auf einen Blick

  • 3 Module: Diktat, Ambient Listener, nDSG-konformer KI-Chat (s. Demo-Videos unten)

  • Alle Landessprachen + Schweizerdeutsch unterstützt

  • Cloud und On-Premise verfügbar (laut Hersteller)

  • Axenita-Integration ab Februar 2026

  • Preise der Module: Diktat: CHF 80/Monat, Listener: CHF 80/Monat, Chat: CHF 50/Monat, Alle Module zusammen: CHF 180/Monat im Jahresabo.

  • Kostenlose Testinstallation auf Website möglich


Demo-Videos:

  • Dictate:

  • Listener:

  • Chat:


Quellen

  1. Medicusdata, Website: https://www.medicusdata.ch

  2. Axenita/Axonlab, Partnerliste KI-Dokumentation: https://www.axenita.ch/de/blog/blog-detail/unsere-partner-für-die-sprechstundendokumentation-mit-ki

  3. Felix-Platter-Spital, Medienmitteilung: https://www.felixplatter.ch/felixplatter/medienmitteilungen/die-universitaere-altersmedizin-felix-platter-fuehrt-eine-spracherkennungsloesung-im-klinischen-alltag-ein

  4. Digital Health Center Bülach, Medicusdata-Eintrag: https://digital-health-center.ch/member/medicusdata/

  5. Interview mit Steffen Schmidt, Geschäftsführer Medicusdata, März 2026


Hinweis: Dieser Artikel dient der unabhängigen Vorstellung von Medicusdata. Er ist weder bezahlt noch gesponsert.

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